Kraremann-Denkmal, © StädteRegion Aachen
  • Strecke: 4,3 km
  • Dauer: 1:30 h
  • Schwierigkeit: leicht

Dorfrundgang Simmerath

Wir starten unseren Rundgang am „Kraremann-Denkmal“, einem echten Simmerather Original. Das Denkmal erinnert an die Zeit, als die Simmerather Geschäftsleute und Bauern zugleich waren. Adrett gekleidet verließen sie in der Mittagszeit ihre Geschäfte und gingen mit der Heugabel in der Hand hinaus auf die Wiese. Dort wurden Kragen und Krawatte kurzerhand auf die Hecke gelegt und schon ging‘s los. Nach getaner Arbeit kehrten sie ordentlich gekleidet in die Läden zurück. Wen wundert es da, dass die Einwohner Simmerathsden Spitznamen „Kraremann“ bekamen? Die weiße Pfarrkirche schräg gegenüber, war viele Jahrhunderte lang die Mutterkirche des gesamten Simmerather Raumes. Dank der Initiative des damaligen Pfarrers Anton Moritz und der großherzigen Spenden sowie der tatkräftigen Hilfe der Bevölkerung konnte das Gotteshaus 1952 aus den Ruinen des 2. Weltkrieges wieder auferstehen.

Unser Weg führt uns nun in die Bruchstraße, wo uns an der Kreuzung das nächste Fachwerkhaus begegnet. Wir sehen außerdem ein altes Kreuz vor einer ganz besonderen Buchenhecke. Ihre Zweige sind so kunstvoll miteinander verflochten, dass sie eine Art Kapelle für das Kreuz bilden. Weiter geht es an den Windschutzhecken der Bruchstraße vorbei und durch die Lindenstraße, die sich während der Zeit der Baumblüte in eine einzige Duftwolke verwandelt. 

Alte knorrige Buchenhecken mit mächtigen Bäumen säumen unseren Weg. Immer wieder bietet sich uns nach rechts ein großartiger, kilometerweiter Blick auf Lammersdorf mit seiner Kirche und dem markanten Fernsehturm. An der nächsten Kreuzung erreichen wir ein Denkmal ganz besonderer Art. DieHöckerlinie des Westwalls erinnert uns erneut an die unselige Kriegszeit. Doch dieser Ort beschert uns auch etwas einmalig Schönes, denn hier bietet sich ein einmalig schöner Blick über das Kalltal bis zum Westrand des Hohen Venns. Links können wir sogar den Steling bei Mützenich erkennen, die höchste Erhebung des Monschauer Landes.

Die Simrodstraße, der wir nun folgen, erinnert an den alten Namen des Ortes. 1342 wird er erstmals in eine rUrkunde als „Semenroede“ erwähnt. Von der direkt am Bach gelegenen Lohmühle ist nichts mehr zu sehen. Und doch bewahrt die gleichnamige Straße die Erinnerung an ein altes, längst untergegangenes Gewerbe. Früher wurde hier Eichenlohe, also die Eichenrinde, gemahlen, bevor sie in die Gerbereien der Umgebung zur Bearbeitung der Tierhäute geliefert wurde.

Auf den nächsten 300 Metern begegnen uns gleich zwei Denkmäler der tiefen Religiosität der hier lebenden Menschen. An der Bickerather Straße gegenüber der Einmündung des Friedhofsweges steht eines von insgesamt sieben Wegekreuzen. Es gehört zum Kreuzweg, den die Simmerather bis vor einigen Jahren gegangen sind. Die „Römerfahrt“, wie die Prozession genannt wird, und die es außer in Simmerath im weiten Umkreis sonst nicht gibt, stammt noch aus der Zeit, als das Monschauer Land zum Erzbistum Köln gehörte. Kurz vor dem Friedhof treffen wir auf ein weiteres Kreuz. Es ist die erste Station des Kreuzweges, auf dem am zweiten Sonntag im Oktober die Gläubigen, im Gedenken an die Errichtung des Eifelkreuzes im Jahr 1947, zur im 2. Weltkrieg hart umkämpften Paustenbacher Höhe pilgern. 

Über die Straßen „Zum Eifelkreuz“ und „Hauptstraße“ gelangen wir zum Bushof, der früher als Marktplatz genutzt wurde. Auf der anderen Seite der „Hauptstraße“ stoßen wir gleich auf eine besondere Sehenswürdigkeit. Umrahmt von Bäumen und Büschen steht hier das älteste Bauwerk Simmeraths, das Johanneskapellchen. Wie die Inschrift im Türbogen besagt,wurde es im Jahr 1665 erbaut. Die Volkssage macht es allerdings deutlich älter. Wie bei so manchem Gebäude oder Ort im Monschauer Land soll sein Ursprung auf die Zeit Karls des Großen zurückgehen. Während der Zeit der Pest 1348/49 sollen sich hier sogar die Geißler öffentlich ausgepeitscht haben.

Wir folgen der „Hauptstraße“ bis zur Mitte des Ortes, wo sie sich in zwei Straßen aufgabelt. Nachdem wir die prächtigen Fachwerkhäuser bewundert haben, gelangen wir zur „Schaltzentrale“ der Gemeinde, dem 1977 fertig gestellten Rathaus mi tseiner markanten Silhouette. Davor plätschert überzwei Schalen das Wasser in den Rathausbrunnen. Die vier schweren Bronzeplatten weisen auf die wirtschaftlichen und kulturellen Säulen der Gemeinde hin: Land- und Forstwirtschaft, Industrie, Tourismus sowie Gesundheitswesen und Kirche.

Auf unserem Weg zurück nach Alt-Simmerath passierenwir das 1913 gegründete Krankenhaus. Es hat sich im Laufe der Jahre nach mehreren Um- und Anbauten zu einem modernen Gesundheits- und Betreuungszentrum entwickelt. Wi rfolgen der „Kammerbruchstraße“ weiter und laufen geradewegswieder auf unseren Ausgangspunkt, den Simmerathe rKraremann, zu.

 

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Infos zu dieser Route

Start: Kraremann-Denkmal, Simmerath

Ziel: Kraremann-Denkmal, Simmerath

Strecke: 4,3 km

Dauer: 1:30 h

Schwierigkeit: leicht

Tourenart: Wandern

Aufstieg: 2 m

Abstieg: 2 m

Dorfrundgang Simmerath

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